Für unseren Ausblick auf das Jahr 2026 gewinnen langfristige strukturelle Themen zunehmend an Bedeutung.
Wir erwarten keinen Abschwung, sondern einen Übergang in eine innovationsintensive Phase, die durch Investitionen in künstliche Intelligenz, eine auf strategische Autonomie ausgerichtete Verteidigungs- und Industriepolitik sowie eine anhaltende Reallokation von Kapital, Wachstum und Risiken geprägt ist.
Dadurch verändern sich auch die globalen Machtverhältnisse und Handelsbeziehungen. Die Folge sind steigende Kosten und nachlassendes Wachstum, ohne jedoch einen Zusammenbruch der Globalisierung auszulösen.
Ob Produktivitätssteigerungen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz den demografischen Druck abfedern können, ist noch unklar. Steigende IT-Investitionen in den USA gleichen jedoch zumindest teilweise die schwache Binnennachfrage aus.
Die Risiken durch steigende Staatsschulden wachsen. Kurzfristig könnten jedoch umfangreiche Steuersenkungen – unter anderem durch die „One Big Beautiful Bill“ – sowie höhere Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben ein Gegengewicht bilden.
Das Wachstum hat sich als robust erwiesen, bleibt jedoch fragil. Einen massiven Wachstumsschub in den großen Volkswirtschaften halten wir für unwahrscheinlich. Inflationsrisiken werden zunehmend zu einer strukturellen Erscheinung, zu der neben strategischem „Reshoring“, der Rückverlagerung von Unternehmensfunktionen, wie z. B. Produktion, aus dem Ausland in das Heimatland, auch die Energiewende beiträgt.
Vor diesem Hintergrund präsentieren wir unsere Anlageüberzeugungen für das Jahr 2026 und zeigen auf, wie Anleger diese mit ETFs in ihren Portfolios umsetzen können.[1]