Diese Entwicklungen machen den gesamten europäischen Aktienmarkt interessant. Besonders attraktiv scheint das Small- und Mid-Cap-Segment, da kleine und mittlere Unternehmen seit Jahren die Large Caps übertreffen, mit hohen Bewertungsabschlägen gehandelt werden und rund zwei Drittel ihrer Erträge im Inland[6] erwirtschaften. Dadurch sind sie weniger anfällig für US-Zölle und externe Schocks.
Die Inlandsorientierung dieser Unternehmen bedeutet auch, dass eine steigende Nachfrage in Europa, Infrastrukturinvestitionen und eine expansive Geldpolitik ihren Aktien Auftrieb verleihen könnten. Von Ausgaben für Netzmodernisierung, Elektrifizierung und KI-gestützten Investitionsgütern dürften Industrieunternehmen profitieren. Verteidigung bleibt dank berechenbarerer Beschaffung und Produktionskapazitäten ein zentrales Thema. Auch Finanzwerte, insbesondere europäische Banken, scheinen vielversprechend, denn eine steilere Renditekurve bedeutet höhere Nettozinsmargen. Zudem gehen Banken mit starken Kapitalreserven, disziplinierten Kreditvergabestandards und aus unserer Sicht anhaltend attraktiven Bewertungen ins neue Jahr.[6]