erfordert eine disziplinierte, taktische Durations-Steuerung. Die Renditekurve dürfte sich im weiteren Jahresverlauf versteilern.
Die Inflation bleibt ein wichtiger Faktor, denn die expansive Geld- und Haushaltspolitik, Zölle und der schwächere Dollar heizen den Preisdruck an. Inflationsgebundene Anleihen könnten in diesem Umfeld interessant sein. [1]
Aufgrund ihrer soliden Fundamentaldaten, moderaten Emissionsvolumina und ihres im Vergleich zu Staatsanleihen günstigen Risiko-Rendite-Profils eignen sich Investment-Grade-Unternehmensanleihen auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin als Kerninvestment.[4] US-Hochzinsanleihen sehen wir dagegen weiterhin skeptisch, da der Markt von Regionalbanken abhängig, anfällig für sinkende Konsumausgaben und zudem mit den Private-Debt-Märkten verflochten ist. US-Treasuries mit mittelfristiger Laufzeit bieten nach wie vor ein ausgewogenes Durationsprofil und inflationsgebundene Anleihen bleiben als Inflationsschutz relevant.
Wir bleiben für europäische Anleihen weiterhin optimistisch, denn die Wachstumsraten liegen unter dem Potenzialwachstum, die Inflation lässt nach und die Bewertungen erscheinen im Vergleich zum US-Markt attraktiv (siehe Grafik nächste Seite).[4]
Die erwarteten Zinssenkungen der EZB und die steigenden Emissionsvolumina verbessern die Aussichten für Staatsanleihen, insbesondere in der Euro-Peripherie. Dort könnten die Risikoaufschläge dank höherer Haushaltsdisziplin weiter sinken.